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Thomas Danzer

Die News aus der Südpfalz

< Erdmännchen-Patenschaft: Eine „tierische Verbindung“ zwischen dem Zoo Landau in der Pfalz und der BierProjekt Landau eG
26.02.2018 09:35

Insheim im SWR Fernsehen

Porträt am 7.3. in der "Landesschau Rheinland-Pfalz"


Schon seit mehreren Jahren sendet das SWR Fernsehen in der Reihe "Hierzuland" liebevolle Ortsporträts. Ein sechseinhalb Minuten langer Beitrag über die Bahnhofstraße in Insheim läuft am Mittwoch, den 7.3., ab 18.45 Uhr innerhalb der "Landesschau Rheinland-Pfalz".

Die Gemeinde Insheim liegt zwischen Weinbergen in der Südpfalz bei Landau. Über die Infrastruktur des früheren Tabakdorfes gibt es nichts zu meckern: zwei Bäckereien, ein Lädchen, ein Metzger, Friseur, Geldinstitut - alles da.
Die 2.000 Einwohner können sich sogar aussuchen, ob sie den gleichnamigen Autobahnzubringer nutzen oder lieber am Bahnhof in den Zug steigen, am östlichen Ortsrand ist beides möglich. Sieben Züge pro Stunde, von denen zwei anhalten, die restlichen durchrauschen, prägen das obere Ende der Bahnhofstraße akustisch. Die nette Familie, die eine Wohnung im früheren Bahnhofsgebäude bezogen hat, stört das schon lange nicht  mehr. Die beiden Mädchen haben sich an die Geräusche gewöhnt und ihre Mutter steht morgens sowieso vor dem ersten Zug auf. Seit zwei Jahren wohnen und arbeiten die Costeanus in Insheim. Schweren Herzens haben sie damals ihre Heimat Rumänien verlassen - den Töchtern zuliebe, für die sie dort keine Zukunft sahen.

Gleich gegenüber in der früheren Bahnhofsgaststätte wohnt ein begeisterter Sammler. Lazar Dvornic hat viel Platz hinter dem großen Hoftor und so schleppt der Kroate das ein oder andere Schnäppchen vom Flohmarkt nach Hause. Über die perfekte Anordnung seiner Akquisen macht sich der Rentner viele Gedanken, auch über gesellschaftliche und geschichtliche Zusammenhänge.
Erika Wießner aus Haus Nummer 10 macht die Bahnhofstraße derweil lieber mit ihrem himmelblauen Motorroller unsicher. Wobei, unsicher ist nicht ganz das richtige Wort; das Vehikel ist gedrosselt und fährt nur ganze 25 km/h. Dafür braucht die Fahrerin aber auch keinen Führerschein. Das grüne, beleuchtbare Fahrrad, mit dem ihr Mann den Vorgarten originell dekoriert hat, ist freilich nicht mehr mobil.
Ganz im Gegensatz zu Gerda Wüst, der wohl ältesten Bewohnerin der Bahnhofstraße, die mit 90 Jahren noch ihre Runden im Dorf dreht und nach wie vor für sich kocht. Dass die humorvolle Seniorin seinerzeit den Familientraktor virtuos rückwärts in die Hofeinfahrt schnitzte und sogar bis vor wenigen Jahren noch am Steuer ihres Autos saß, nimmt man ihr sofort ab. Es muss ja nicht jeder in der Bahnhofstraße mit dem Zug fahren.


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